Dort wo es Befürworter gibt, gibt es zumeist auch Kritiker...

… und nichts ist wohl so umstritten wie die Ernährung, sowohl beim Menschen als auch beim Hund. Viele Hundebesitzer haben Bedenken zu BARFen, weil zahlreiche Vorurteile kursieren: Rohes Fleisch sei gefährlich – der Hund werde Parasiten und Salmonellen bekommen – der Nährstoffbedarf wird nicht korrekt gedeckt – Knochen seien lebensgefährlich – BARF ist viel zu teuer und zeitaufwendig, usw…

Lassen Sie mich an dieser Stelle einige Vorurteile aus dem Weg räumen...

Der Nährstoffbedarf wird nicht gedeckt:
Es ist nicht notwendig, in jeder Mahlzeit alle lebenswichtigen Nährstoffe zu verabreichen. Beim BARFen werden die Futterrationen richtig und abwechslungsreich zusammengestellt. Wie auch in der Natur findet die Ausgewogenheit über einen Zeitraum von mehreren Wochen statt. Fast alle lebenswichtigen Nährstoffe sind in frischer, roher Nahrung enthalten. Was eventuell fehlt, wird durch entsprechende Nahrungsergänzungen ausgeglichen.
Der Hund wird somit mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt.
Knochen sind gefährlich:
Im Gegensatz zu gekochten Knochen splittern rohe, ungekochte Knochen nicht. Beim BARFen werden nur rohe Knochen verfüttert!
Allerdings sollte der Knochenanteil nicht zu hoch sein, da es dann zu Verstopfungen und „Knochenkot“ führen kann. Bei manchen Tiere kann es auch ratsam sein, nur gewolfte Knochen zu füttern.
Natürlich muss auch die Knochengröße auf die Größe des Hundes angepasst werden!
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Der Hund bekommt Parasiten und Salmonellen:
Hunde besitzen den Verdauungsapparat eines Karnivoren. Das heißt, der gesamte Verdauungstrakt des Tieres ist auf rohes Fleisch und Knochen eingestellt. Salmonellen und andere Bakterien sowie Parasiten sind allgegenwärtig – ein gesunder Organismus wird damit problemlos fertig. Durch die Rohfleischfütterung produziert der Magen des Hundes wesentlich mehr Magensäure. Diese kann Knochen, Knorpel und Fleisch problemlos verdauen. Schädliche Bakterien werden vernichtet, und es kommt äußerst selten zu Parasitenbefall.
Rohes Fleisch ist unhygienisch:
Hygienemaßnahmen sind sowohl in der Humanküche als auch beim BARFen wichtig!
Bakterien wie z.B. Salmonellen sind sehr gefürchtete, aber bei unseren Hunden ein überschaubares Risiko. Wie bereits weiter oben erwähnt, kommt der Organismus eines gesunden Hundes gut damit zurecht.
In einigen Fällen ist es empfehlenswert, das Futter für einige Zeit einzufrieren.
BARF ist zeitaufwendig:
BARFen ist nicht wesentlich zeitaufwendiger als kommerzielles Fertigfutter. Mit etwas Organisation kann man leicht Zeit sparen.
Man kann sich z.B. die BARF-Ration für 7 Tage vorportionieren und einfrieren. Dann einfach über Nacht in den Kühlschrank zum auftauen und am nächsten Tag verfüttern. Bei kleineren Hunden würde sich auch ein BARF-Plan für ein Komplettfutter anbieten. Auf diese Weise kann man die Zutaten in größeren Mengen einkaufen und so nebenbei Geld sparen.
BARF ist zu teuer:
Beim BARFen werden nur qualitativ hochwertige Lebensmittel verarbeitet. Will man ein Fertigfutter in diese Qualität, ist man in einer höheren Preisklasse als beim BARFen.
 Generell gilt also: Wer seinen Hund mit hochwertigen Produkten ernähren möchte, kommt mit BARF in den allermeisten Fällen günstiger weg. Und gesünder ist es allemal!
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Ich BARFe meinen Hund krank:
Wenn man ohne Vorkenntnisse einfach drauf los füttert, dann kann es schon zu Mangelerscheinungen oder einen Überschuss an gewissen Nährstoffen kommen.
Ein paar Regeln sind unerlässlich.
Gerade am Beginn ist ein fundierter Ernährungsplan sehr hilfreich. Dabei kann ich Ihnen gerne behilflich sein!
Rohes Fleisch mach den Hund aggressiv:
Keiner weiß heute mehr, woher dieses Ammenmärchen stammt, aber es trifft definitiv nicht zu! Im Gegenteil - die meisten Hunde sind durch die Rohfütterung wesentlich ausgeglichener als vorher.
Aggression entsteht nicht durch die Nahrung, sondern ist ein sozial erworbenes Verhalten.
BARF geht nicht bei jeden Hund:
Es gibt durchaus Krankheiten, bei denen der Hund z.B. gekochtes Futter besser verträgt.
Aber auch hier gilt - die individuellen Bedürfnisse sind wichtig!
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